Pauls fantastische Abenteuer - 4. Plötzlicher Abgang
In den vorangegangenen Bänden lernte der Leser Paul als einen normalen Jungen einer weniger normalen Familie kennen. Auf all seinen Abenteuern begleitete ihn sein Meerschweinchen Dingsda. In den Geschichten versucht der Autor, aktuelle wissenschaftliche
Themen wie Umweltverschmutzung, Gentechnik, Raumfahrt witzig und kindgerecht aufzuarbeiten. Für witzige Momente sollen psychotische Charaktere sorgen, in vorliegendem Band vor allem Pauls Vater. Diesmal sind die Szenen mit dem psychisch kranken Mann allerding eher albern als wirklich lustig geraten. Es geht um Dingsdas drohenden Tod und um Pauls verzweifeltes Bemühen, diesen aufzuhalten. Dabei hat der Autor herausgearbeitet, wie wenig erstrebenswert ein Erfolg der Wissenschaft sei bei ihrem Bemühen um das ewige Leben. Eine leichte Hand im Umgang mit solche elementaren Fragen kann durchaus gerade für ein junges Publikum sinnvoll sein. Aber m.E. enthält dieser Comic zu viele bemüht alberne Szenen, um wirklich zu überzeugen. Auch wenn Erkenntnisse um Zellalterung und Krebs-Entstehung recht gut vermittelt werden, enthält die Rahmenhandlung zu viele lieblos wirkende Effekte. Bei großer Nachfrage nach Pauls Abenteuern kann ein Einstellen erwogen werden, ansonsten nicht unbedingt nötig.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Pauls fantastische Abenteuer - 4. Plötzlicher Abgang
Émile Bravo
Carlsen Comics (2015)
Pauls fantastische Abenteuer ; 4
56 S. : überw. Ill. (farb.)
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11