1945: Bis ans Ende der Welt

1940 arbeitet Reederei-Tochter und Journalistin Juliette de Sainteloi bei der Untergrundzeitung Libération, als die deutsche Armee in Paris einmarschiert. Ihr Gegenspieler von Riblach nistet sich in ihrem Haus ein. Juliettes jüdische Freundin Léa 1945: Bis ans Ende der Welt Vollak fällt mitsamt ihrer Familie den Nazis in die Hände, was zu ihrer Deportation in das Konzentrationslager Majdanek führt. Nach der Befreiung glaubt Juliette nicht an den Tod ihrer Freundin, weshalb sie unter allen Gefahren versucht, die Jüdin im kalten Ostsibirien aufzuspüren. Verron und Yves Sente packen zahlreiche Themen wie Widerstand und Judenverfolgung in Frankreich, Kollaboration, Schrecken der Konzentrationslager, Leiden unter Stalin sowie die Hungersnöte der sowjetischen Bevölkerung in eine fesselnde Abenteuergeschichte. Die Odyssee der mutigen jungen Frau stellt eine Möglichkeit dar, wichtige Geschichtsdaten in ein Comicepos für junge Leser:innen einzubauen. Mögen die steten Bezüge zur Entwicklung des Comicmagazins „Spirou“ etwas aufgesetzt wirken – der fiktive Geschichtserzähler Onkel Paul taucht in der Rahmenhandlung ebenfalls wieder auf –, so bietet auch dieser zweite Band (vgl.: BP/mp 21/926) einen facettenreichen Historiencomic mit einer selbstbewussten Protagonistin. Für größere Bestände.

Gregor Ries

Gregor Ries

rezensiert für den Borromäusverein.

1945: Bis ans Ende der Welt

1945: Bis ans Ende der Welt

Laurent Verron ; Yves Sente ; aus dem Französischen von Michael Hug
Carlsen Comics (2024)

Mademoiselle J. : Eine Frau. Ein Jahrhundert ; [2]
64 Seiten : farbig
kt.

MedienNr.: 617759
ISBN 978-3-551-76749-3
9783551767493
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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