Der Fall E.P. Jacobs
E.P. Jacobs gehört neben Hergé und André Franquin zu den belgischen Autoren, die durch ihr Werk die frankobelgischen Comics schon früh zu großen Erfolgen geführt haben. In dieser Bilderzählung, die ganz dem Zeichenstil von Jacobs, der von ihm
mitgeprägten Ligne claire, folgt, zeichnet das Autorenduo auf oftmals großformatigen Panels seine Lebensgeschichte nach. Im Mittelpunkt stehen dabei beruflicher Werdegang, Freunde und Beziehungen zu Frauen, wobei manche privaten Details diskret übergangen werden. Geboren 1904 in Brüssel, schlug der junge Edgar trotz seines Zeichentalentes zunächst eine Karriere in Schauspiel und Oper ein und avancierte in der Zeit zwischen den Kriegen vom Komparsen zu einem bekannten Baritonsänger. Die gelegentliche Nebentätigkeit als Zeichner intensivierte sich 1944, als Jacobs Mitarbeiter des bereits erfolgreichen Hergé wurde. Schließlich feierte er selbst mit seiner zunächst im Magazin 'Tintin' publizierten Serie große Erfolge. Im Alter vergrämt und vereinsamt, starb Jacobs Anfang 1987 in der Nähe seiner Heimatstadt. Insbesondere für Büchereien, die die heute von anderer Hand fortgeführte Serie "Blake und Mortimer" anbieten.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Fall E.P. Jacobs
Szenario: Rodolphe. Zeichn.: Louis Alloing
Carlsen Comics (2014)
101 S. : überw. Ill. (überw. farb.)
kt.