Spirou und die blaue Gorgone
Spirou, Fantasio und ihr mitunter aggressives Eichhörnchen Pips geraten auf die Spuren von Öko-Terroristinnen, die in Verkleidung als „blaue Gorgonen“ gegen Fast-Food-Ketten vorgehen. Zur Abschreckung entführen sie deren Werbe-Ikone Laura McBurgy.
Ihr Verlobter, der Turbo-Kapitalist Simon Santo als Donald Trump-Wiedergänger, weigert sich, das Lösegeld zu bezahlen. Dass sich Reporterin Steffani unter den Terroristinnen befindet, erleichtert die Suche nicht. Zum fünften Mal verfasste Provokateur und Vielschreiber Yann einen „Spirou“-Band (zuletzt „Der Meister der schwarzen Hostien“ – BP/mp 17/843). Mit bösen Gags wie einer Meeresinsel aus reinem Plastikmüll oder einem verfetteten Marsupilami mit einem Nest aus Kot nahm er sich Themen wie Umweltverschmutzung, Junk-Food, Militarismus oder Globalisierung an. Dabei schreckt er zugleich nicht vor derben Viagra-Gags zurück, während der Band mit 86 Seiten etwas zerdehnt wirkt. Dany (= Daniel Henrotin) geht seiner Vorliebe für Pinup-Girls nach und charakterisiert die meisten Frauen als Bikini-Schönheiten. Seine Grafik fiel vergleichsweise realistischer aus. Eher für ein älteres Publikum geeignet.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Spirou und die blaue Gorgone
Dany ; Yann ; aus dem Französischen von Marcel Le Comte
Carlsen Comics (2024)
Spirou + Fantasio spezial
90 Seiten : farbig
kt.