Die Schweinebucht
Nach einem Attentatsversuch auf Fidel Castro im New York der Sechziger, mit dem man ihn der Lächerlichkeit preisgeben will, wird Spirou fälschlicherweise als Teil der Verschwörung verdächtigt und nach Havanna verschleppt. Reporter Fantasio, Pips
und das Marsupilami versuchen dort, ihn aufzuspüren und mit Hilfe des Gamma-Atom-Generators zu befreien. Konkurrentin Steffani, auf die es Frauenheld Che Guevara abgesehen hat, funkt Fantasio als verdeckter Geheimdienstagent mehrfach dazwischen. Elric Dufau trifft mit seinem Funny-Stil präzise den Strich von Großmeister André Franquin, was das Retro-Feeling der Handlung trefflich unterstützt. Dabei knüpfen er und seine beiden Co-Autoren inhaltlich an Franquins Abenteuer-Klassiker „Gefangen im Tal der Buddhas“ (1959) an. Mit reichlich Verwicklungen, satirischen Einfällen und Verfolgungsjagten zieht man beide Seiten des Kalten Kriegs durch den Kakao. Was die Pointendichte anbelangt, erreicht man aber nicht ganz die Qualität des Vorbilds. Für alle Bestände.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Schweinebucht
elric, Clémont Lemoine & Michaël Baril ; aus dem Französischen von Marcel Le Comte
Carlsen Comics (2024)
Spirou und Fantasio spezial ; 43
64 Seiten : farbig
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9