Nangali
Während die Zerstörungen auf der Erde durch die Einschläge weiterer Meteoriten, aus denen Monsterwesen des bösartigen Giganten Albordoras schlüpfen, zunehmen, versucht die alleinerziehende Mutter der 11-jährigen Nangali, diese aus der zerstörten
Großstadt Sydney in Sicherheit zu bringen. Die mehrtägige Autofahrt führt in den australischen Outback zu Nangalis Vater, der an der legendären Felsformation Uluru lebt und wenig von seiner Tochter wissen will. Unterwegs wird sich Nangali mehr und mehr ihrer außergewöhnlichen Kräfte bewusst. Durch eine Begegnung mit Moon, die auf der Suche nach Verbündeten in ihrem Kampf gegen die globale Bedrohung ist (vgl. Bd. 7), ahnt Nangali, dass auch sie mit einem Giganten in Verbindung steht. Gestärkt durch die Gespräche mit ihrem weisen Großvater, einem Aborigine, gelingt es ihr, Qalyran, einen auf dem Mars lebenden Giganten, herbeizurufen und gemeinsam mit diesem die am Uluru gelandeten Monster zu besiegen. Obwohl ihr Vater nun tief beeindruckt von seiner Tochter ist, will Nangali nach diesem Erfolg ihre Familie verlassen und weiter gegen Albordoras und seine Truppen kämpfen. – In diesem zweiten Band innerhalb des insgesamt auf acht Folgen angelegten zweiten Zyklus der "Giganten" spielen somit neben der Fortführung des Abenteuers in den Dialogen die Thematiken der familiären Herkunft und der Eltern-Kind-Beziehung eine wichtige Rolle. Das dürfte ältere Kinder als Hauptzielgruppe der Bilderzählung ansprechen. Weiterhin als zeitgemäßes Comic-Fantasy-Abenteuer empfohlen, wobei ein Komplettbezug der bislang in rascher Folge erscheinenden Bände des Zyklus erforderlich ist.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Nangali
Szenario: Lylian, Ingrid Chabbert ; Zeichnungen: Charline Forns ; aus dem Französischen von Marcel Le Comte
Carlsen Comics (2025)
Die Giganten ; 8
51 Seiten : farbig
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10