Kleingeldaffäre
Hammerls namenlose Ich-Erzählerin ist keine glückliche Frau: das Altern macht ihr sehr zu schaffen, die Zugeständnisse an ihren verheirateten Geliebten G. ärgern sie, in der Arbeit findet sie keine Erfüllung. G. wird seine Frau nie verlassen,
das war von Anfang an klar, doch so hat sie sich ihr Leben nicht vorgestellt. Er gibt ihr lieber Geld als Geschenke und bestimmt den Umfang der Kommunikation und des Beisammenseins. Sie kann sich nicht von ihm trennen, ihm geht es ebenso. Dennoch hat sich die Beziehung verändert, sie sind eher Freunde als Liebende. Andere Männer bemühen sich um sie, doch sie will sich auf niemanden einlassen. Am Ende muss sie sich eingestehen, dass die Liebe zu G. verwelkt ist. Was kommt, ist ungewiss. - Hammerls Abrechnung mit dem Leben einer unerfüllten Frau berührt trotz der oft sarkastischen Ausdrucksweise. Für alle Büchereien.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Kleingeldaffäre
Elfriede Hammerl
Deuticke (2011)
158 S.
fest geb.