Ändert sich nichts, ändert sich alles

Die Autorin ist das österreichische Pendant zu Luisa Neugebauer: eine junge Umweltaktivistin, Begründerin der dortigen Fridays-for-Future-Bewegung und Initiatorin eines nationalen Klimavolksbegehrens; ihr Co-Autor ist ebenfalls in beiden Bewegungen Ändert sich nichts, ändert sich alles aktiv. Im vorliegenden Sachbuch mit einem plakativen Titel und ebenso auffälligen Cover beschreibt sie zunächst sachkundig die zentralen Faktoren des gegenwärtigen Klimawandels und den politischen und wirtschaftlichen Rahmen, der diese globale Krise begünstigt. In einem zweiten Teil plädiert sie engagiert für eine andere Klimapolitik im Sinne eines neuen "Green Deal", um den drohenden Klimakollaps noch abzuwenden und setzt sich auch mit den (Schein-) Argumenten der Gegner eines radikalen Politikwandels zugunsten des Klimas auseinander. Als Stilmittel schreibt sie dabei immer wieder über ihre beiden noch ungeborenen Kinder Mia und Finn, für die sie sich eine bessere Welt wünscht. Ein aufrüttelndes und wichtiges Buch, in dem allerdings nicht Deutschland sondern Österreich Bezugspunkt für die Analysen und Handlungsempfehlungen ist. Das könnte in Büchereien die Nutzungszahlen etwas beeinträchtigen. Dennoch breit empfohlen.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Ändert sich nichts, ändert sich alles

Ändert sich nichts, ändert sich alles

Katharina Rogenhofer, Florian Schlederer
Paul Zsolnay Verlag (2021)

287 Seiten : Illustration
kt.

MedienNr.: 606592
ISBN 978-3-552-07254-1
9783552072541
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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