Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen
Eva zieht zurück in ihr Kinderzimmer, als die Beziehung zum Vater ihres kleinen Sohns Mario scheitert. Bei einer Firmenfeier lernt sie den attraktiven Viktor kennen und hofft auf ein neues Leben fern der serbischen Provinz. Schnell zeigt sich, dass
Viktor manipulativ und gewalttätig ist. Sie bemüht sich nach Kräften, die Partnerschaft am Laufen zu halten, doch Viktor gibt ihr das Gefühl, sein Verhalten zu verdienen. Auch ein Umzug nach Deutschland hilft nicht, Viktor isoliert sie von den wenigen Bekannten, die sie dort hat. Die Trennung von Mario, den sie bei ihren Eltern gelassen hat, belastet sie sehr. Eva schafft es nicht, sich von Viktor zu trennen, seine Macht und ihre Abhängigkeit sind zu groß. – In der eindrucksvollen Ich-Erzählung schildert Eva fast lakonisch und sehr intensiv ihr Leben, das durch Viktors Unberechenbarkeit zwischen extremen Hochs und Tiefs schwankt. Ihr Schicksal berührt, am liebsten würde man Eva gleichzeitig schütteln und in den Arm nehmen. Leider führt der Titel in die Irre, abgesehen davon: warme Empfehlung.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen
Milica Vuckovic ; aus dem Serbischen von Rebekka Zeinzinger
Paul Zsolnay Verlag (2025)
189 Seiten
fest geb.