Laura und der Kuss des schwarzen Dämons
Die mittlerweile 17-jährige Laura könnte eigentlich zufrieden sein. Ihre fantastischen Fähigkeiten hat sie fast zur Vollendung gebracht, ihre Noten sind so gut wie nie und auch mit Philipp ist sie rundum glücklich. Doch im Gegenteil, Laura gefällt
diese Monotonie wenig und so wird sie immer unzufriedener. Lediglich das anstehende "Festival of Summer and Light", das bald an einem schottischen Partner-Internat von Ravenstein stattfinden soll, verspricht Abwechslung. Doch Lauras Hilfe wird schnell wieder angefordert. Rätselhafte Vorkommnisse in Edinburgh und eine gestohlene Urne werfen jede Menge Fragen auf. Dazu beschwört eine übermütige Gruppe Jugendlicher rund um Caro Thiele einen gefährlichen schwarzen Dämon. Dieser Dämon, der in die Gestalt seiner Opfer schlüpft, macht die Jugendlichen zu Dienern des Dunklen mit dem gemeinsamen Ziel, Laura und alle Wächter endgültig zu vernichten, den Frieden auf Aventerra zu stören und somit auch die Amtseinführung von Morwenas Sohn als Hüter des Lichts zu verhindern. - Nach einem unlogischen und auch für die Altersstufe der Leserinnen etwas heftigen 1. Kapitel, in dem man aber eine Ahnung dafür bekommt, zu was das Böse fähig ist, steigt Freund in altbekannter Art in Lauras neuestes Abenteuer ein. Obwohl seit dem Erscheinen des letzten Buches einige Zeit vergangen ist (s. BP 08/426) und nun bereits der siebte Band der Saga um die sympathische und mutige Heldin vorliegt, ist auch der Einstieg für Neulinge einfach und problemlos. Der Autor schafft es überraschend gut, in die Geschichte einzuführen und kurze Rückblicke einzuschieben. Spannung wird reichlich aufgebaut und mit Leichtigkeit gehalten. Das überraschende Finale lässt die Leserinnen mit einem lachenden und einem weinenden Auge und jeder Menge gespannter Erwartung auf eine weitere Fortsetzung zurück.
Nadine Fitzke
rezensiert für den Borromäusverein.
Laura und der Kuss des schwarzen Dämons
Peter Freund
cbj (2011)
508 S. : zahlr. Ill.
fest geb.