Das Lied der Seide
Im ersten Teil der geplanten Trilogie nimmt Sheila Rance ihre Leser mit in eine komplexe Fantasywelt. Erzählt wird die Geschichte von Maia, die mit dem Seidenweber Tareth in einer Höhle bei den Klippenmenschen lebt. Dort wird ihr Dasein mehr akzeptiert,
als dass sie tatsächlich dazugehören würden. Ihren Außenseiterstatus bekommt Maia täglich zu spüren, denn nicht nur durch ihre flammend roten Haare hebt sie sich von den anderen Klippenmenschen ab. Die alltäglichen Konfrontationen mit anderen verfeindeten Stämmen erschweren ihr Leben zusätzlich. An ihrem 13. Geburtstag erfährt Maia, dass ihr ein besonderes Schicksal bevorsteht und sie magische Fähigkeiten besitzt - ihr Weg ist vorbestimmt und der Kampf von Gut gegen Böse beginnt. Maia ist eine sympathische Heldin, die während ihres ersten Abenteuers viel einstecken muss, aber auch mit ihren Aufgaben wächst und an Stärke gewinnt. In der frühzeitlichen, östlich angehauchten Welt von Maia geht es rau zu und nach etwa 100 Seiten nimmt die Geschichte deutlich an Tempo auf. Zeitweise an Xena, die Kriegerprinzessin oder Katniss Aberdeen erinnernd, geht Maia mutig ihren Weg. Der Roman erfordert einiges an Aufmerksamkeit beim Lesen, entwickelt sich jedoch zu einem hochspannenden All-Age-Roman mit klassischen Fantasy-Elementen.
Nadine Fitzke
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Lied der Seide
Sheila Rance
cbj (2014)
Sonnentochter ; 1
463 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 12