Kein Gipfel zu hoch
In der Grundschule von Jordan Romero in Kalifornien gibt es ein Wandbild von den Seven Summits, den jeweils höchsten Bergen auf den verschiedenen Kontinenten (sieben Gipfel deshalb, weil hier Nord- und Südamerika getrennt gezählt werden). Da fasst
er den kindlichen Beschluss, sie alle zu besteigen. Sein Vater und seine Stiefmutter, Extremsportler, sind nach vielen Diskussionen bereit, ihren Sohn zu unterstützen. So steht er mit 10 Jahren bereits auf dem Kilimandscharo. Die größte Medienwirksamkeit erregt er jedoch, als er mit 13 Jahren als jüngster Bergsteiger auf dem Gipfel des Mount Everest steht. Jetzt fehlt ihm nur noch der höchste Berg in der Antarktis, der 4.892 m hohe Mount Vinson, den schafft er 2011. Auch wenn man die Jagd nach den "immer jünger"-Rekorden mit Fragezeichen versehen muss, es gibt diese Grenzerscheinungen. Das Buch von Jordan Romero liest sich spannend und unterhaltsam. Irgendwie ist es fast schade, dass nur wenige Fotos die Texte ergänzen. Es wird sicher nicht nur von Bergbuch-Lesern mit Interesse gelesen werden.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Kein Gipfel zu hoch
Jordan Romero mit Linda LeBlanc
cbj (2015)
415, [8] S. : Ill. (farb.), Kt.
fest geb.