People to follow
Die Reality Show "In real Life" (IRL) soll das nächste große Ding werden. Zehn der wichtigsten und größten Influencer werden für die Show offline gehen und ihre Zeit vollständig im echten Leben verbringen. Natürlich alles aufgezeichnet und live
für ihre Follower sichtbar. Es startet allerdings schon mysteriös. Als sie auf der einsamen Insel ankommen, auf der die Show in einer Villa gedreht werden soll, ist niemand aus dem Kamerateam vor Ort. Tilly, die Managerin, erzählt ihnen daraufhin, dass das Team noch an Land feststeckt. Tilly reist am Abend noch ab und so sind die zehn allein auf ihrer Insel und lassen es sich nicht nehmen, direkt eine wilde Party zu feiern. Am nächsten Morgen kommt allerdings kein Kamerateam und auch Tilly kehrt nicht zurück. Und kurz darauf findet Kira, eine der Influencerinnen, bei ihrem täglichen Lauf auch noch eine Leiche am Strand, die sich bei genauerer Betrachtung aber als Puppe herausstellt. Die Stimmung ist am Boden und aufgrund der ungeplanten Situation brechen die ersten Streitigkeiten aus. Als sie dann von einem mysteriösen "Sponsor" zu Challenges aufgerufen werden und einer von ihnen stirbt, ist jeglicher Spaß vorbei. Irgendwer spielt ein doppeltes Spiel. Werden die Influencer überleben oder wird die Insel ihr Grab? - Das Setting ist sehr gut gewählt und durch das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Influencern und dem mysteriösen Sponsor bleibt die Spannung immer hoch. Man kann sich das Prinzip der Show auch als echte Realityshow vorstellen, sodass eine gute Immersion entsteht. Gleichzeitig spricht die Geschichte auch Probleme an wie etwa unrealistische Vorbilder gerade für Jugendliche. Weil es mit den verschiedenen Influencern so viele Charaktere gibt, bleiben einige leider etwas flach. Insgesamt aber eine sehr gute und spannende Story.
Julian Schirm
rezensiert für den Borromäusverein.
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Olivia Worley ; aus dem Englischen von Doris Attwood
cbt (2024)
445 Seiten
kt.