Die analoge Revolution
Das Buch beginnt mit einem Horrorszenario, das in Zukunft durchaus möglich wäre: die totale Überwachung des Individuums durch eine gesetzlich vorgeschriebene Datenbrille. Nicht der informierte Mensch wäre das Ziel, sondern die Kontrolle in einer
Diktatur. Vorgeschrieben aufgrund neuer terroristischer Anschläge, die die Bespitzelung "notwendig" machen. Der Protagonist dieses "Krimis" wird am Ende via Drohne liquidiert. In einem Überblick über die neuen internetbasierten Technologien zeigt der renommierte Journalist Schwägerl (u.a. FAZ und Spiegel) auf, wie die "digitale Revolution" unsere analoge Welt von Mensch und Tier durchdringt und gestaltet. Wo lauern konkrete Gefahren und welche Alternativen gibt es? Wer kontrolliert die neue Technik, die zunehmend mit der Natur und ihren Lebewesen zu verschmelzen scheint? Schwägerl provoziert Ängste und klärt auf. Trotz der z.T. etwas ausufernden subjektiven Thesen bringt das spannende Buch viele wichtige Denkanstöße, die das Buch zur Pflichtlektüre machen. Für größere Bestände.
Lieselotte Banhardt
rezensiert für den Borromäusverein.
Die analoge Revolution
Christian Schwägerl
Riemann (2014)
319 S.
fest geb.