Lass den Teufel tanzen
Im apulischen Dorf Mangiamuso wird die Tagelöhnertochter Archina Solimene regelmäßig von ihrem Vater und seinem gelähmten Dienstherrn Angelo Santo sexuell missbraucht. Als der Gutsherr Narduccio Greco dies beobachtet und ihr helfen möchte, wird
er von Santo erpresst und am nächsten Morgen vergiftet aufgefunden. Das Urteil der Dorfbewohner ist sofort klar: Es kann nur Archina gewesen sein! Dieses seltsame Mädchen, das kürzlich noch von einer Tarantel gebissen wurde! Ausgetrieben werden kann dieses Gift nur durchs Tanzen zur Musik der Tarantelle. Bei Archina dauerte dieser Tanz unter den neugierigen Augen der Dorfbewohner drei lange Tage. Und doch hatte es schließlich nichts genutzt ... - Der preisgekrönte Debütroman der Sängerin Teresa De Sio beleuchtet das Geschehen in dem weltabgewandten Dorf aus verschiedenen Blickwinkeln. Dabei werden die Eigenheiten der Bewohner herausgestellt und der tiefe Aberglaube beleuchtet. Ein beklemmendes, faszinierendes Buch. Sehr zu empfehlen. (Übers.: Judith Schwaab)
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Lass den Teufel tanzen
Teresa De Sio
C. Bertelsmann (2011)
Edition Elke Heidenreich
254 S.
fest geb.