Malavita
Auf den ersten Blick scheinen die Blakes eine ganz normale, "schrecklich nette Familie" zu sein. Neugierige Fragensteller, die wissen wollen, warum eine amerikanische Familie mit zwei Teenagern ausgerechnet in ein verschlafenes Dörfchen in der Normandie
zieht, bekommen eine plausibel klingende Antwort: Familienvater Fred ist Autor und schreibt ein Buch über die Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Doch die Wahrheit sieht ganz anders aus, denn Familie Blake heißt eigentlich Manzoni und Fred alias Giovanni ist (oder eher war) einer der ganz großen New Yorker Mafia-Bosse, der mit seiner Familie im Rahmen des FBI-Zeugenschutzprogramms nach Frankreich auswandern musste. Doch Fred und seiner Familie fällt es schwer, die Sitten und Gebräuche der Mafia zu vergessen und vor allem zu verbergen ... - Voller schwarzem Humor, mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und einem genauen Blick für die kleinen, aber feinen Details zeichnet der Autor seine Charaktere. Weniger ein Krimi, vielmehr eine entlarvende, rabenschwarze Familiengeschichte, die kurzweilige Lesestunden verspricht. (Übers.: Herbert Fell)
Nadine Fitzke
rezensiert für den Borromäusverein.
Malavita
Tonino Benacquista
Carl's books (2013)
302 S.
kt.