Schwarzbuch WWF
Die Strukturen und Projekte der weltweit agierenden Umweltschutzorganisation, die es mit dem Pandabären als Markenzeichen bestens versteht, Geld zu sammeln, werden hier kritisch unter die Lupe genommen. Selbst wenn nicht alle Fakten der Prüfung standhalten
und Fehler der Vergangenheit, wie die Vertreibung indigener Völker aus ihren angestammten Gebieten, abgestellt wurden, bleiben zu viele negative Beispiele übrig. So berichtet der Autor u.a. von der Zusammenarbeit des WWF mit der profitgierigen Lachsindustrie in Südamerika und den die Wälder zerstörenden Palmölkonzernen, von den wirtschaftlich und politisch mächtigen Mitgliedern des Clubs der 1001 und von der engen Verflechtung mit den internationalen Firmen. Deutlich wird auch die Blauäugigkeit des WWF bei der Verteilung von Gütesiegeln und Zertifikaten und seinem Vertrauen, dass die Großkonzerne nachhaltige Standards ohne Kontrolle einhalten. Dieser Blick hinter die Kulissen der Führungsetage rüttelt wach und erschüttert die Glaubwürdigkeit der Umweltschutzorganisation, die in zu vielen Fällen ihren eigenen projektierten Zielen nicht gerecht wird.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Schwarzbuch WWF
Wilfried Huismann
Gütersloher Verl.-Haus (2012)
255 S. : Ill.
fest geb.