Die Hohen Berge Portugals

Um den Tod seiner Frau zu verarbeiten, verlässt Senator Tovy 1981 Toronto, um im Heimatdorf seiner Eltern, im Bergdorf Tuizelo in den portugiesischen hohen Bergen, mit einem Affen zusammenzuleben. Auch in der Vergangenheit bevölkerten Tuizelo immer Die Hohen Berge Portugals mal wieder Sonderlinge. Von einem Museumskurator aus Lissabon, der Anfang des 20. Jh. als erster mit einem Automobil nach Tuizelo kam, wurde sogar dessen Marotte, rückwärts zu gehen, im Dorf bei Beerdigungen übernommen. Der Kurator, inspiriert durch das Tagebuch eines aus Tuizelo stammenden Missionars, hatte auch behauptet, dass der Torso des Kreuzes der Pfarrkirche des Dorfes einem Affen nachgebildet sei. - In bildhafter Sprache und den Romanen eines José Saramago ähnelnd, erzählt Martel seine spannenden Geschichten aus Tuizelo, in denen er menschliche Gewohnheiten, aber auch die Trauer um geliebte Menschen bis zur Absurdität auf die Spitze treibt, wobei er als Leitmotiv immer wieder Affen verwendet. So unrealistisch einige seiner Figuren erscheinen mögen, offenbaren sie doch viele Marotten aus unserem täglichen Leben. Darüber hinaus stellen seine Geschichten so eindringlich wie humorvoll die Frage nach den letzten Dingen, nach Leid und Tod und danach, was Gott damit zu tun hat. (Übers.: Manfred Allié)

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Hohen Berge Portugals

Die Hohen Berge Portugals

Yann Martel
Fischer Taschenbuch-Verl. (2018)

Fischer-Taschenbuch ; 03241
411 S.
kt.

MedienNr.: 594582
ISBN 978-3-596-03241-9
9783596032419
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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