Übermorgen schreibe ich mein Happy End
Seit über 20 Jahren ist Vera mit dem Italiener Carlo Renzi verheiratet, sie haben zwei Kinder und leben in der kleinen Stadt Monheim. Zufällig besucht Vera mit ihrer Freundin bei der VHS einen Schreibkurs und sie beginnt, an einem Roman zu schreiben.
Carlo ist sehr selten daheim, da er angeblich beruflich ständig verreisen muss. Inzwischen hat Carlos Mutter die Herrschaft übernommen und Vera an den Rand gedrängt. Ihr Zufluchtsort ist ihr Kiosk, den sie betreibt und nebenbei zu schreiben beginnt. Sie gibt den Entwurf einem Verleger und will, dass dieser unter einem Pseudonym veröffentlicht wird. Als die Verkaufszahlen des Buches in die Höhe schnellen, machen sich die Journalisten auf den Weg, um die Autorin zu interviewen, was Vera verhindert. Als zum Osterfest Carlo mit seiner Sekretärin erscheint, wird Vera bewusst, dass er sie seit langen betrügt, und sie entschließt sich zur Trennung. Hier wird auch sehr deutlich die untergeordnete Rolle einer Hausfrau geschildert, die sich lediglich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern hat. Doch die Frauen lernen, sich aus dieser Rolle herauszulösen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Allen Büchereien zu empfehlen.
Elfriede Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Übermorgen schreibe ich mein Happy End
Lucia Barone
Fischer Taschenbuch (2024)
348 Seiten
kt.