Gidget
In einem Sommer in den 50er-Jahren in Malibu schwimmt die 15-jährige Franzie zu weit raus ins Meer. Ein Mann aus einer Surferclique, die gerade mit ihren Brettern draußen ist, rettet das entkräftete Mädchen. Nun möchte Franzie auch Surfen lernen.
Die Männer amüsieren sich über das knapp 1,60 m große Mädchen. Doch mit Durchsetzungskraft und Mut gelingt es ihr, sich den Respekt der Gruppe zu verschaffen. Ihre Eltern sind wenig begeistert von ihrem Umgang. Franzie, von den Männern Gidget genannt (aus girl und midget – Zwerg) verliebt sich Hals über Kopf in den 19-jährigen Jeff. Als ihre Eltern übers Wochenende verreisen, soll eine große Strandparty stattfinden. Franzie behauptet, sich mit Freundinnen zu treffen, um zu der Party gehen zu können. Während sich die Party zu einem großen Besäufnis ausweitet, bricht ein Feuer aus. In dieser Nacht wird das Mädchen eine Lektion fürs Leben lernen. – Der Autor Frederik Kohner, ein deutscher Jude und Freund von Stefan Zweig und Anna Seghers, arbeitete in Berlin als Regisseur. In den 30er-Jahren floh er mit seiner Familie nach Hollywood. Über die Surfleidenschaft seiner Tochter Kathy schrieb er 1957 diese Coming-of-Age-Geschichte. Ein federleichter Roman über einen unvergesslichen Sommer für alle Bestände, mit einem Nachwort von Volker Weidermann, der die echte Gidget als 80-jährige Frau interviewt hat.
Susanne Emschermann
rezensiert für den Borromäusverein.
Gidget
Frederick Kohner ; aus dem amerikanischen Englisch von Hanna Hesse
FISCHER Taschenbuch (2024)
174 Seiten
kt.