Feuerland
Ermittlerin V. Frank ist wegen eines Alkoholproblems beurlaubt. Dennoch wird sie verwickelt in die Ermittlungen um Entführung und Tötung von pubertierenden Töchtern aus reichem Elternhaus sowie verschwundenen Asylantenkindern. Mithilfe alter Kollegen
kommt sie "inoffiziell" der Verbindungen aller Straftaten auf die Spur, die nach Chile führen. Dort lassen sich Superreiche in einem der "Colonia Dignidad" ähnelnden, hermetisch abgeschlossenen Großgrundbesitz, neue Organe von heimatlosen Kindern transplantieren. Bei all ihren Ermittlungen wird sie von Nicolas, einem traumatisierten Elitesoldaten im Ruhestand begleitet. Pascal Engman schreibt einen reißerischen, spannenden Thriller mit Verwicklungen, die aus Versatzstücken bestehen: psychisch belastete Ermittlerin, traumatisierter Exsoldat, rechtsradikale Kolonie in Chile etc. Für die Büchereiarbeit ist das Buch wenig geeignet, kann aber eine spannende Urlaubslektüre für private Anschaffung sein.
Frank Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Feuerland
Pascal Engman
Tropen (2020)
491 Seiten
kt.