Der Dämon von Vermont
Zwei Mordopfer in Quebec werden speziell arrangiert und der Mörder hinterlässt eine Botschaft. Diese führt dazu, dass die beiden Ermittler Noah Wallace und Steve Raymond, die im Fall des Dämons von Vermont gearbeitet haben, nach Kanada geholt werden.
Dort arbeiten sie u.a. mit Clemence, einer jungen Profilerin, zusammen. Noah, körperlich und geistig labil, gezeichnet von einem Verkehrsunfall, erhält Botschaften von einem geheimnisvollen Fremden, der über eine Menge an Informationen über Noah verfügt. Ist er der Dämon von Vermont, der eigentlich bei diesem Unfall ums Leben gekommen sein soll? Sophie, die einen Blog über Vermisste betreibt, erhält Hinweise auf den verschwundenen Journalisten Edgard Trout und versucht dessen Spuren aufzunehmen. Beide Fälle hängen irgendwie zusammen. Noahs Gesundheitszustand verschlechtert sich; die Ungereimtheiten nehmen zu und damit auch die Spannung. Der Autor deckt langsam die Verbindungen Noahs zum Dämon auf. Diese reichen bis in Noahs Kindheit zurück, in der er offensichtlich Opfer eines dubiosen Forschungsprojektes geworden ist, was seine Amnesie, die Kindheit betreffend, erklärt. Und Noah sucht nach seinem Ich, dem Anderen, was zur Lösung des verzwickten Falls führen wird. In einer atemberaubenden Schlusssequenz kommt es zur Begegnung aller Beteiligten: der Ermittler und des Mörders. - Trotz der Schilderung mit großer Brutalität begangener grausamer Taten (nichts für Jugendliche) ein gelungener Erstlingsroman des kanadischen Autors Vincent Hauuy. Allen Büchereien als äußerst spannende Lektüre sehr empfohlen.
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Dämon von Vermont
Vincent Hauuy ; aus dem Französischen von Monika Köpfer
Tropen (2020)
446 Seiten
kt.