Kleine Fluchten
Rea und Peer sind schon lange verheiratet, die Ehe ist nicht schlecht, vielleicht inzwischen ein wenig langweilig. Rea verbringt einige Tage auf dem Hof ihrer Schwester in den Schweizer Bergen und gerät dort in den Bann eines Unbekannten, der ihr
per E-Mail verführerische erotische Botschaften schickt, die ihre Gedanken und Fantasien von Tag zu Tag mehr ausfüllen. Peer hingegen genießt die prickelnde Nähe seiner neuen Chefin. Schon früher hatte es Seitensprünge gegeben, doch in diesem Sommer spüren Rea und Peer ihren bislang verborgenen Träumen und Wünschen nach. Auch Teenagertochter Stina macht erste Erfahrungen mit der Sexualität und gerät unter den Einfluss eines erwachsenen Mannes, der ihre Unerfahrenheit ausnutzt. Glücklicherweise wachen ihr Cousin und die beste Freundin ihrer Mutter über sie, so dass sie unbeschadet bleibt. Rea und Peer sind ihren innersten Sehnsüchten näher gekommen und müssen sich als Paar neu finden. - Die Anschaffung ist Ermessenssache, die Erotik ist nicht allzu sehr im Vordergrund, aber schon Hauptthema des Beziehungsromans.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Kleine Fluchten
Urs Augstburger
Klett-Cotta (2015)
391 S.
fest geb.