Tod im Wunderland

Nicholas Blake alias Cecil Day-Lewis (1904-1972) war ein irisch-britischer Akademiker, er wurde von der Queen zum Hofdichter ernannt und brauchte irgendwann Geld, weshalb er begann, äußerst erfolgreiche psychologische Kriminalromane zu schreiben. Tod im Wunderland Vor über 85 Jahren entstand die Serie um Detektiv Strangeways, die bei Klett-Cotta nun in wundervoller Aufmachung erscheint. "Tod im Wunderland" von 1940 ist bereits der 4. Band, das nostalgische Flair um diese im "alten Stil" verfassten Krimi-Klassiker trägt ebenso zum Erfolg bei. Und es wartet noch ein wahrer Schatz: Die Serie umfasst insgesamt 16 Bücher. Leider ist der deutsche Titel aus meiner Sicht schlecht gewählt, und der englische "Malice in Wonderland" viel treffender, denn darum geht es wirklich: Um Bosheit. Denn der selbst erklärte "Verrückte Hutmacher" treibt in der sonst beschaulich-heiteren Ferienkolonie Wunderland plötzlich sein Unwesen. Die Streiche spitzen sich ebenso zu wie die Stimmung unter den Feriengästen, wie gut, dass unter den Gästen der intellektuelle und eigentümliche Mr. Perry sowie der ehrwürdige Schneidermeister Mr. Thistlethwaite samt Familie sind. Nigel Strangeways komplettiert diese illustre Runde, als der Campleitung die Lage zunehmend entgleitet. Um die wahre Identität des Hutmachers aufzudecken und zu verhindern, dass Schlimmeres passiert, braucht es natürlich eine Teeparty mit den richtigen Gästen. Für alle, die gerne nostalgische Krimi-Klassiker lesen.

Carolin Ahrabian

Carolin Ahrabian

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Tod im Wunderland

Tod im Wunderland

Nicholas Blake ; aus dem Englischen von Elina Baumbach
Klett-Cotta (2023)

322 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 615033
ISBN 978-3-608-98694-5
9783608986945
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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