Der Widerschein

Dem gutmütigen und stets hilfsbereiten Pfarrer Hobrecht wird unterwegs ein Waisenkind mehr oder minder aufgedrängt. Ein Verwandter des vierjährigen Ferdinand Meertens faselt etwas von einem außergewöhnlichen Kind mit nie dagewesenen Talenten. Der Widerschein Hobrecht tut dies erst einmal als wirres Gerede ab, muss dann aber bald feststellen, dass der Junge tatsächlich beim Zeichnen und Malen eine geniale Fertigkeit besitzt. Hobrecht ist irritiert und fasziniert zugleich und gibt den Jungen bald an den Maler Bros weiter, wo er sich weiter entfalten soll. Aber Ferdinand ist jetzt bereits besser, als es der Maler je sein wird. Sowohl Bros und sein Kunsthändler Gerlach geraten in den Bann der Bilder, die sie verstören und auch eine Gier wecken. Ferdinand ist sich seiner Genialität nicht bewusst und wird nur benutzt. Aber alle Menschen, die mit ihm und seinen Bildern in Berührung kommen, verändern sich ... - Ein Roman über die Macht der Kunst in finsterer Zeit; es sind die Niederlande, nach der goldenen Ära, im 18. Jh. Das ist eine irreale, ja absurde Geschichte mit teils skurrilen Protagonisten und phantasievollen Ausschmückungen der Geschehnisse. Wer Freude an außergewöhnlichen Geschichten hat, wird sicher Gefallen an dem Buch finden.

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Widerschein

Der Widerschein

David Schönherr
Frankfurter Verl.-Anst. (2013)

253 S.
fest geb.

MedienNr.: 387964
ISBN 978-3-627-00195-7
9783627001957
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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