Das kalte Licht der fernen Sterne
In dem Städtchen, in dem Nastja aufwächst, herrscht Armut. Fließendes Wasser ist Luxus, das Essen ist knapp, Verhütungsmittel sind Mangelware. Nastjas Freunde finden Trost in Alkohol und Drogen. Sexuelle Gewalt ist an der Tagesordnung. Viele Frauen
verkaufen sich. Auch für Nastja bleibt nach einigen glücklichen Nächten mit einem geflohenen Soldaten nur die Abtreibung. Doch Nastja findet auch Freunde wie den Fotografen, der sie in seine Kunst einweist. Bei ihrem Umzug nach Lettland lässt Nastja am Ende viel Grauen, aber auch manche vertrauten Erinnerungen hinter sich. - Der erste Roman von Anna Galkina wurde sehr gelobt. Es besteht aus einzelnen Szenen, die sich nach und nach zusammenfügen. Die kurzen Sätze, die fehlenden Emotionen erzeugen Abstand und Kälte zugleich. Sehr erschreckend, sehr berührend.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Das kalte Licht der fernen Sterne
Anna Galkina
Frankfurter Verl.-Anst. (2016)
216 S.
fest geb.