Mondblau
Ayla wollte immer beweisen, dass sie die perfekte Mutter und Ehefrau und im Beruf erfolgreich sein kann. Doch eine psychische Krise nach der Geburt ihres 4. Kindes und die Tatsache, dass ihre einstmals beste Freundin Victoria sich kaum mehr meldet
und mehr und mehr aus ihrem Leben verschwindet, lassen sie in einer Spirale von Misstrauen und Eifersucht geraten. In vielen Rückblenden wird die Freundschaft zwischen Ayla und Victoria beleuchtet, wobei man an sehr vielen Stellen den Eindruck bekommt, dass da was knirscht in der Beziehung, nicht ganz passt. Ayla hat sich in ihrem Leben unter großen Druck gesetzt, der sie jetzt erschöpft und depressiv zurücklässt. Mehr und mehr steigert sie sich in einen Wahn hinein. Oder ist es kein Wahn? Postnatale Depression? Oder hat Victoria sie wirklich verraten? Das Debüt der ARD-Moderatorin und Spiegel-Kolumnistin ist gut geschrieben, aber sein Plot kann anstrengend sein. Für Leser:innen, die Freundschafts- oder Beziehungsromane schätzen, empfehlenswert.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Mondblau
Fatma Mittler-Solak
Frankfurter Verlagsanstalt (2026)
349 Seiten
fest geb.