Es hätte mir genauso

Mark ist heute zu einer Dinnerparty bei Freunden in Greenwich eingeladen und bringt Miles Garth mit, den er erst vor ein paar Tagen kennengelernt hatte. Durch großen Alkoholgenuss ufert die Party aus und die Grenzen verwischen. Miles, der aus Überzeugung Es hätte mir genauso Vegetarier ist und keinen Alkohol trinkt, verlässt den Raum und taucht nicht mehr auf. Er hat sich im Obergeschoß in ein Zimmer eingeschlossen und reagiert auf keine Kontaktversuche. Lediglich mit unter dem Türspalt durgeschobenen Zetteln ist Kommunikation möglich. Die Hausbesitzer stellen täglich Essen und Getränk vor die Tür. Dennoch versuchen Mark und die Gastgeber, den unerwünschten Gast schnellstens wieder los zu werden. Doch dieses Ereignis spricht sich herum und es sammeln sich in der Nachbarschaft Neugierige die sich täglich in immer größer werdenden Zahlen unter dem Fenster treffen. Nur der alten, leicht dementen May gelingt es, Kontakt aufzunehmen und es entwickelt sich eine zarte Verbindung. Doch Miles bleibt hinter der verschossenen Tür. Bis Brooke, die neunjährige Tochter des Hauses die Angelegenheit in die Hand nimmt und Miles befreit. - Wie in Kafkas Erzählung "'Das Schloss" sind die Handlungen verschlungen, doppeldeutig und erscheinen aberwitzig. Aber Ali Smith ist es gelungen einen wunderbaren, allerdings auch provokanten Roman über menschliche Befindlichkeiten zu schaffen. Dem anspruchsvollen Leser sehr zu empfehlen. (Übers.: Silvia Morawetz)

Elfriede Bergold

Elfriede Bergold

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Es hätte mir genauso

Es hätte mir genauso

Ali Smith
Luchterhand (2012)

315 S.
fest geb.

MedienNr.: 366137
ISBN 978-3-630-87312-1
9783630873121
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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