Gift
Dora wird zu einem Unfall mit einem LKW außerhalb von Reykjavik gerufen. Am Unfallort angekommen sieht sie überall Blut, der LKW hatte Blutkonserven von Stuten geladen. Am Rand der Lache liegt der LKW-Fahrer, der gerade von Sanitätern für tot erklärt
wird. Allerdings nicht aufgrund des Unfalls, er hat keine schlimmen Verletzungen davongetragen. Die Ursache muss ermittelt werden und bei der Durchsuchung des LKW findet Dora einen Hinweis. In einem Fach im Armaturenbrett liegt ein Beutel mit Tabletten, bedruckt mit der Aufschrift Morpho. Wahrscheinlich eine neue Art von Droge. Kurz danach wird sie mit ihrem Partner Rado zum nächsten Fall in ein Filmstudio geschickt. Dort ist ein Mitarbeiter tot in einer Requisite gefunden worden. Auch er sieht nach einem Drogentoten aus. Als sie danach noch zu einem dritten Einsatz gerufen werden, bei dem ein kleines Kind ebenfalls an Drogen gestorben ist, ist ihnen klar, dass das eine größere Sache ist. Der Vater des Kindes ist der Sohn eines bekannten isländischen Drogenhändlers und Rado lässt ihn sofort in Gewahrsam nehmen. Wer bringt die hochgefährlichen Tabletten in Umlauf? Die Suche ist nicht leicht, denn Dora und Rado haben auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. – Auch der 2. Band der Nordic-Noir-Reihe (zuletzt: „Schmerz“, BP/mp 25/397) lebt von der spannenden und authentischen Polizeiarbeit. Besonders das isländische Setting und die eingebauten Gegebenheiten stechen heraus. Endet mit einem Cliffhanger, sodass ein 3. Teil wahrscheinlich ist.
Julian Schirm
rezensiert für den Borromäusverein.
Gift
Jón Atli Jónasson ; aus dem Isländischen von Freyja Melsted
Scherz (2025)
Ein Fall für Dora und Rado ; Band 2
256 Seiten
kt.