Zurück zu ihr
Als Jan kurz nach seinem 50. Geburtstag eine Einladung zum Klassentreffen bekommt, ist es seine Frau Svenja, die ihn drängt, teilzunehmen. Und so macht er sich auf den Weg und sinniert über seine vergangene Jugend, seine Ehe und alles, was Männern
in den mittleren Jahren so durch den Kopf geht. Da ist vor allem Anja, seine große Liebe, und er hofft auf einen Neuanfang gemeinsam mit ihr. Doch bis er ankommt, gilt es, viele Kilometer, eine Autopanne und Begegnungen zu meistern. Das könnte witzig sein, ist aber mehr eine Aneinanderreihung von manchmal schwer nachzuvollziehenden Handlungen des Protagonisten und bereits oft gelesenen Banalitäten. Dass am Ende nichts so wird, wie Jan es sich erhofft hat, und Svenja gute Gründe hatte, ihm zu der Reise zu raten, wundert niemanden. – Das Romandebüt des Schauspielers Kai Wiesinger kann überall in den Bestand aufgenommen werden, wo man sich dagegen entscheidet, wird es nicht vermisst werden.
Barbara Dorn
rezensiert für den Borromäusverein.
Zurück zu ihr
Kai Wiesinger
Scherz (2025)
254 Seiten
fest geb.