Hirndoping & Co.
Die veränderte Arbeitswelt mit den komplizierteren Arbeitsbedingungen und das oft stressige Freizeitverhalten führen mit dem Griff zur Tablette zu Bewältigungsstrategien (Coping), um die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern.
Dies geschieht mit Doping im Sport und in anderen Bereichen mit verschiedenen Mitteln, den sogenannten Neuroenhancern. Nach der Klassifizierung dieser zum Hirndoping verwendeten Stoffe beschreibt der Facharzt die Wirkung, Nebenwirkungen und die darüber vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse von Kaffee, Ginkgo biloba, Antidementiva, Modafinil, Amphetamine und Antidepressiva. Weitere Kapitel skizzieren die Verbreitung der Neuroenhancer, die private Informationsbeschaffung, das Suchtpotenzial mancher Mittel, rechtliche und ethische Aspekte sowie andere Möglichkeiten, Körper und Geist leistungsfähig zu halten. Häufige Zusammenfassungen wichtiger Facetten und viele englischsprachige Literaturangaben geben sowohl dem Laien wie dem wissenschaftlich Interessierten eine fundierte Grundlage über den neuen Trend. Sehr empfehlenswert.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Hirndoping & Co.
Andreas G. Franke
Springer (2019)
XIII, 212 Seiten : Illustrationen (farbig), Diagramme
kt.