Radieschen-Revolution

Einige Hobbygärtner teilen sich eine Reihe von Gartenparzellen, um darauf eigenes Gemüse und Obst anzubauen. Gerhard "Gerd" Antlasser, Rezensent, seine Freundin Elfi, Ines und Jan, das verliebte Paar, sind die Protagonisten – und Erwin, der Ausschuss-Chef. Radieschen-Revolution Dieser verschärft ständig die Vorschriften, wird strenger und schränkt die bisherigen Freiheiten stark ein. Gerds Partnerin Elfi wird schließlich aus dem Gartenverein ausgeschlossen. Die übrigen Personen gründen eine neue Chat-Gruppe, die "Radieschen-Revolution". Als weitere Reaktion beschließt die Gartengemeinschaft, einen neuen Garten zu gründen. Mit viel Elan und all seiner Arbeitskraft macht sich Gerd ans Planen, sucht ein geeignetes Grundstück, entwickelt die neue Struktur. Doch wie nicht anders zu erwarten, kommt es schnell zu Neid, Missgunst, Streitereien und Machtkämpfen, nicht anders als im Garten vorher. Gerd arbeitet bis zur Selbstaufgabe, wird aber nicht akzeptiert. Im Gegenteil: Intrigen zwingen ihn zum Rückzug. Die Utopie von einem Gemüse-Miteinander, die "Karotten-Republik", bilden eine Parabel des menschlichen Mit- und Gegeneinanders. In einem Jahreslauf durch das Gartenjahr zeigt Christian Lorenz Müller, was den Menschen ausmacht. Dies beschreibt der Autor in besonderer, bildgewaltiger Sprache mit neuen, bisher nicht gekannten Verben. Allen Büchereien gerne empfohlen.

Wilfried Funke

Wilfried Funke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Radieschen-Revolution

Radieschen-Revolution

Christian Lorenz Müller
Otto Müller Verlag (2024)

251 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 753832
ISBN 978-3-7013-1320-4
9783701313204
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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