Mission Michelangelo
Hitler als gescheiterter Kunstmaler träumte davon, in Linz ein Museum zu errichten, neben dem die großen Museen, wie der Louvre oder die Uffizien klein ausschauen sollten. Die dazu notwendigen Kunstwerke, v.a. Bilder und Plastiken, wurden zuerst
zusammengekauft, dann den Juden enteignet und später in allen Teilen der im Zweiten Weltkrieg besetzten Gebiete zusammengeraubt. Um sie vor den alliierten Bomben in Sicherheit zu bringen, kam man auf die Salzstollen im Bergwerk von Altaussee. Als das Ende des Krieges immer näher kam, kam der Befehl, alles zu zerstören, damit nichts den Alliierten in die Hände fiele. Die Bomben waren bereits gelegt, als die Bergarbeiter, um ihr Bergwerk zu retten, die Bomben bei Nacht entfernten. Es wurde nur der Eingang gesprengt, aber so, dass es im Inneren keine Zerstörungen gab. - Das Buch ist spannend wie ein Krimi zu lesen. Der Autor und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin versuchen, Klarheit in die Vorgänge zu bringen und zeigen, dass die wahren Retter der Kunstschätze nie geehrt wurden. Das Buch sollte in keiner Bücherei fehlen, die an neuester Geschichte interessierte Leser hat.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mission Michelangelo
Konrad Kramar
Residenz-Verl. (2013)
181, [16] S. : Ill.
fest geb.