...als er das Brot brach

Herauszukommen aus der Automatismusfalle, verstehen, was man tut - wo wäre dies nötiger als in der Feier der Eucharistie. Der am Liturgischen Institut in Trier geschulte, in der katholischen Bildungsarbeit erfahrene Priester und Theologe Jakob Patsch ...als er das Brot brach leistet mit diesem Buch einen wertvollen Beitrag dazu. Ausgehend von der Überlieferung des Letzten Abendmahles Jesu und der Emmaus-Erzählung, die er mit Recht als eine frühe Eucharistiekatechese deutet, entfaltet er in einer schlichten und klaren Sprache die einzelnen Elemente der Eucharistiefeier und legt sie in ihrem Symbolgehalt aus. Ergänzend werden übergreifende Themen behandelt: das Singen, die Haltungen, Gesten und Gebärden im Gottesdienst, die Stille und das Schweigen, die eucharistische Verehrung oder auch das Gotteshaus als Ort der Eucharistiefeier. Dem Autor gelingt es gut, knapp die liturgiegeschichtliche Entwicklung zu skizzieren, den Rahmen rechtlicher Vorschriften abzustecken und den Sinn liturgischen Tuns zu erklären. Es wird deutlich, dass die neue Messordnung Wildwuchs, eigenmächtiges Handeln oder Banalisierungen nicht erlaubt. Nur dass die Kelchkommunion auch als Eintauchen der Hostie möglich sein soll, trifft nach dem jüngst erfolgten Verbot aus Rom nicht mehr zu. Dennoch ist dieses Buch eine wichtige Hilfe, damit die nachkonziliare Messfeier würdig vollzogen und in ihrer schlichten Schönheit verstanden werden kann.

Richard Niedermeier

Richard Niedermeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

...als er das Brot brach

...als er das Brot brach

Jakob Patsch
Tyrolia-Verl. (2011)

159 S.
kt.

MedienNr.: 346375
ISBN 978-3-7022-3113-2
9783702231132
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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