Der Brillenbaum
Eine Brille kann man, wenn man sie neu hat, schnell verlieren; was wäre da praktischer als ein Brillenbaum, an dem jegliche Arten von Brillen nachwachsen? So kann der Erzähler sich jeden Tag eine neue Brille aussuchen. Doch als der Brillenbaum zerstört
wird, stellt er fest, dass ihm zum Glück schon eine Brille auf der Nase gewachsen ist. - Hier findet sich eine kurze, eindrückliche Geschichte zum Thema Brille. Der Text wurde bereits 2010 unter dem Titel "Am Anfang war die Brille" veröffentlicht und findet hier eine künstlerische Aufarbeitung durch Karoline Neubauer. Ihr gelingt es mit einer Art Scherenschnitt / Collage eindrückliche Bilder zu erzeugen, die eher wie gebastelt wirken. Trotz vieler Details in den Bildern, die es zu entdecken gilt, bleibt die Präsentation von Text und Bild übersichtlich und für kleine Kinder verständlich. Das Buch bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für Projekte (Technik der Künstlerin; Wie entsteht ein Baum? Eigenarten von Brillen, welche Brillen gibt es?) und eignet sich daher nicht nur zum Vorlesen, sondern auch für ältere Kinder.
Antonia Mentel
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Brillenbaum
Robert Möderndorfer; Karoline Neubauer
Tyrolia-Verl. (2014)
[13] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4