Finnas Pferde
In Island haben Pferde schon immer eine zentrale Rolle im Leben der Bewohner gespielt. Sie waren Reit- und Transporttiere. Die Pferdezucht hat eine lange Tradition. So auch in der vorliegenden Geschichte. Einar, der alte eigenbrötlerische und wortkarge
Junggeselle, möchte ein ganz besonderes Pferd züchten. Dazu soll seine alte Stute Stefania ein letztes Mal gedeckt werden. Als das Fohlen auf die Welt kommt, entspricht es nicht den Erwartungen seines Züchters. Einar hat von Anfang an eine Abneigung gegen das Fohlen und behandelt es schlecht. Auf dem Nachbarhof wächst das Mädchen Finna heran, das ein ganz besonderes Gefühl für Pferde hat und alles daran setzt, dem ungeliebten Fohlen zu helfen. Obwohl sich in dem Buch sehr vieles um Pferde dreht, handelt es sich hier nicht um ein Mädchen-Pferdebuch im üblichen Sinne. Es ist eher die Geschichte vom Alltag der Menschen, die auf vier Höfen mitten in Island leben, von den Sorgen eines bäuerlichen harten Lebens in einer rauen Natur, aber auch einer glücklichen Kinderzeit. - Ein besonderes Kinderbuch, allen Beständen sehr empfohlen!
Christiane Kühr
rezensiert für den Borromäusverein.
Finnas Pferde
Claudia Gürtler
Jungbrunnen (2013)
195 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11