Das Wallrass
Am Anfang steht eine Idylle - Sommer, Wasser ... Der "Große" und der "Kleine", vermutlich Geschwister, lassen es sich gut gehen, bis der Große dem Kleinen von dem gefährlichen Wallrass erzählt, das angeblich im Wasser leben soll. Von da an beherrscht
die Angst den Kleinen und die Idylle ist vorbei. Doch es kommt der Tag, an dem der Kleine fast ertrinkt und er, so seine Vorstellung, von dem Wallrass gerettet wird - von da an ist das Leben wieder schön! Die Geschichte wird in großformatigen Bildern erzählt, die sich auf das Wesentliche konzentrieren, z.T. auch in fokussierter Detailaufnahme. Der Text ist unaufdringlich und in Blockform in die Bilder integriert, die durchgehend in naturnahen Farben gehalten sind. Es wird sehr deutlich, wie die unbedachte und eher übermütige Aussage des Großen den Kleinen negativ beeinflusst. Die Botschaft: nicht auf alles hören, was andere einem erzählen, sich keine Angst machen lassen - an Erwachsene aber auch: vorsichtig mit Äußerungen umgehen, denn die Wirkungen können sehr nachhaltig sein. Für Kinder von 4-5 Jahren gerne empfohlen.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Wallrass
Sigrid Eyb-Green
Jungbrunnen (2021)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4