Das Ende der Erschöpfung
Einer der vielen Gründe, warum die Klimakrise unsere Welt in den Abgrund zu stürzen droht, ist die Mär vom grenzenlos möglichen Wachstum. Dies gilt es radikal zu begrenzen – nicht nur auf höchsten politischen und wirtschaftlichen Ebenen, sondern
auch im alltäglichen "kleinen" Leben. Dass dies geht und wir alle eine funktionierende Welt ohne Wachstum schaffen können, davon ist die Journalistin und Mitglied des "Netzwerks Klimajournalismus Deutschland" überzeugt. Und sie legt in ihrem Buch auch dar, wie das Leben mit "Degrowth" (also abnehmendem Wachstum) möglich wäre. Im ersten Teil beschreibt sie, wie sehr unsere Wirtschaft auf Wachstum ausgerichtet ist, und nicht auf globales "Wohlbefinden". Im zweiten Teil erklärt sie, was es braucht, damit alle Menschen gut leben können und wie wir mit einem neuen Demokratieverständnis, auch ohne wichtige Entscheidungsträger zu sein, Politik beeinflussen können. – Dieses Buch informiert, es rüttelt auf, es ist im produktiven Sinne des Wortes radikal und regt damit zum Nachdenken und Aktivwerden an. Und Bücher mit solchen Ideen braucht es, wollen wir eine andere, bessere Welt mitgestalten.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Ende der Erschöpfung
Katharina Mau
Löwenzahn (2024)
231 Seiten : Diagramme
kt.