Zu viel von allem und zu wenig vom Richtigen
Der österreichische Autor ist erfahrener Psychotherapeut, Psychologe und Philosoph. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen zeigt er mit Hilfe zahlreicher Fallbeispiele, was wirklich wichtig ist im Leben, wie es auch der Titel des Buches andeutet.
Wovon haben wir also zu viel? Es ist meist das Materielle, z.B. Spielsachen für die Kinder, Kleidung oder Vergnügungen. Zu wenig dagegen haben wir vor allem von der Liebe, von wahrer Lebendigkeit, von Herzverbundenheit, vom Mut zur Veränderung, zur Entwicklung und Selbstverantwortung. Wegen des Vorrangs des Materiellen kommt der Autor zu der provozierenden Aussage: „Sonderbarerweise entsprechen unsere Wünsche zumeist keinesfalls unseren Bedürfnissen“. Weitere Themen sind u.a. Verwöhnung, Lebenskunst, Sehnsucht, Dankbarkeit, Stille, Freiheit und Trauer. Wichtige Sätze sind im Text freigestellt, dazu gibt es ganzseitige, rot unterlegte Merksätze. Man merkt dem Buch die große Lebenserfahrung des Autors an, der weiß, worauf es im Leben wirklich ankommt. Ein lesenswerter Titel, breit empfohlen.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Zu viel von allem und zu wenig vom Richtigen
Michael Lehofer
Kneipp Verlag (2026)
189 Seiten
fest geb.