Der kleine Yeti
Der kleine Yeti wohnt mit seinen Eltern in einer Höhle. Seine Mutter ist viel mit Höhlenmalerei beschäftigt und sein Vater erschafft Schneeskulpturen. Da sie nicht viel Zeit haben, bastelt der kleine Yeti oft Spielzeug aus Holz. Doch er sehnt sich
nach einem Spielkameraden, mit dem er sein Holzspielzeug ausprobieren kann. Er würde so gerne einmal mit den Menschenkindern spielen, aber das haben seine Eltern wirklich strikt verboten. Als er eines Tages etwas weiter in den Wald vordringt, sieht er Kinder ganz aus der Nähe. Er ist so fasziniert, dass er die Ermahnungen seiner Eltern in den Wind schlägt und den Menschenkindern bis zu einem Haus folgt. Die roten Kleidungsstücke, die dort hinter dem Schuppen aufgehängt sind, gefallen ihm so gut, dass er sie kurzerhand überzieht. So sieht er fast wie ein Mensch aus, denkt der kleine Yeti und schlüpft mutig in ein Haus. Zum ersten Mal in seinem Leben sieht er einen erleuchteten Tannenbaum mit bunten Kugeln und... Kekse! So etwas Leckeres hat er noch nie gegessen. In seiner Seligkeit bemerkt er nicht, wie ein Kind ins Zimmer kommt und in ihm den Weihnachtsmann vermutet. Der kleine Junge liest dem kleinen Yeti die Weihnachtsgeschichte vor und dieser weiß nun, was er im nächsten Jahr machen wird. Sein Holzspielzeug an die Kinder im Dorf verteilen - denn der Weihnachtsmann kann Hilfe sicher gut gebrauchen. - Eine herzerwärmende Weihnachtsgeschichte der anderen Art, die sicher nicht nur einmal vorgelesen wird. Für den Bilderbuchbestand zu Weihnachten eine klare Empfehlung.
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der kleine Yeti
Angélique Leone ; illustriert von Christine Davenier ; aus dem Französischen von Alexander Potyka
Picus Verlag (2023)
[38] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3