Wie holen wir Papa aus dem Hut heraus?
Ava wird von ihrem Papa von der Schule abgeholt, damit sie zusammen ein schönes Picknick im Park machen können. Auf dem Weg dahin quasselt Ava munter drauf los: vom Mittagessen, von der Kantine und von den grünen Marsmenschen. Sie redet ohne Punkt
und Komma und Papa kommt gar nicht zu Wort. Vor lauter Erzählen merkt Ava im ersten Moment gar nicht, dass ihr Papa gar nicht mehr da ist. Als sie umherschaut, ist da nur noch Papas Hut. Ibis hört Ava schreien und fragt, was los ist. Ava erklärt, dass sie ihren Papa nicht mehr findet, und zusammen mit ihren anderen Freunden kommen sie überein, dass Papa in seinem Hut versteckt sein muss. Aber wie sollen sie ihn nur da rausbekommen? Sie versuchen, ihn mit Essen herauszulocken oder damit, dass sie was Schlimmes anstellen. Aber egal, was sie versuchen: es klappt nicht. Auch kein einfaches „Bitte“. Als sie nicht mehr weiterwissen, bläst ein Windstoß den Hut davon und sie finden Papa bei Ibis‘ Mama auf der Parkbank. – Delphine Bournay punktet mit ihren süßen tierischen Protagonisten, die lustige, kindliche Lösungsansätze zum Verschwinden von Papa haben. Die Sprechblasen mit den handschriftlichen Texten sind vielleicht nicht jedermanns Sache, aber die Geschichte findet sicher einige begeisterte Betrachter und Zuhörer.
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wie holen wir Papa aus dem Hut heraus?
Delphine Bournay ; aus dem Französischen von Alexander Potyka
Picus Verlag (2026)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4