Der späte Gast
Gute Bilderbücher erzählen ja nicht nur spannende, lustige oder rührende Geschichten. Sie transportieren in der Regel auch subtile Botschaften. So auch das von Knut Laaser verfasste und von Jasmin Schäfer stark stilisiert illustrierte Bilderbuch.
Franz' Eltern sind in die Stadt gefahren, draußen zieht ein Gewitter auf und er fühlt sich ein wenig einsam. Da klopft es und ein Dackel bittet um Einlass. Der Dackel ist freilich ein Zauberdackel, der sich nach Belieben verwandeln kann. Und er strengt sich mächtig an, um den Jungen zu unterhalten: er verwandelt sich in einen Bären, ein Schaf, ein Flugzeug, ja sogar in ein Akkordeon, das Musik machen kann. Aber seltsam: dem kleinen Jungen ist ein ganz normaler Hund, der Stöckchen holt und vor seinem Bett schläft, am allerliebsten: "Kannst du nicht einfach ein Hund sein? Darin bist du bestimmt am besten." Denn Hunde sind Franz' Lieblingstiere. Welch ein Glück für beide! - Diese nachdenkenswerte Geschichte, die zeigt, dass es am erfüllendsten ist, wenn man keine Rolle spielen muss, sondern so sein darf, wie man ist, ist einfallsreich illustriert und hübsch erzählt. Empfehlenswert.
Der späte Gast
Knut Laaser ; Jasmin Schäfer
Atlantis (2014)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4