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Pico macht allein eine Reise mit dem Zug, er ist sehr konzentriert und aufgeregt. Auch andere Tiere fahren mit, sie steigen an verführerischen und attraktiven Haltestellen aus: einem Süßigkeitenland, einem attraktiven Freibad oder einer futuristischen
Flugwelt. Doch Pico hat Wichtigeres vor – doch erst ganz am Ende, nachdem er an der letzten Station ausgestiegen ist und einen großen Wald durchquert hat, lernt man das Ziel kennen: "jemand" wartet schon auf ihn und auf einer schönen Wiese wollen die beiden ganz unspektakulär chillen und picknicken. Obwohl die ersten Stationen verführerisch lockten – in den Illustrationen üppig und fantasievoll ungesetzt – ist seine nicht attraktiv, weil es dort eine Attraktion gibt, welche viele Konsumenten anzieht, sondern weil er mit einem Artgenossen zusammen sein kann, den er gernhat. Das Buch vermittelt Ruhe und Langsamkeit, die Reise selbst steht im Vordergrund und Picos Wahrnehmung gilt auch den Lauten, die er hört und die lautmalerisch wiedergegeben werden (z.B. Klick Klack, Pfff, Trap Trap). Die abschließende Frage an das lesende Kind "Und wo würdest du am liebsten aussteigen?" öffnet den Raum für eigene Gedanken und Fantasien. – Ein ungewöhnliches, sehr lohnendes Buch für Kinder ab 5 Jahren, gerne empfohlen.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
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Sonja Bougaeva
atlantis (2024)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5