Pankoland
Es geht allen gut in Pankoland. Herr Panko und Frau Brenzi haben alles so geregelt, dass die Grundbedürfnisse jedes Bewohners befriedigt werden. Dafür muss jeder für die Lebensgrundlagen aller sorgen und die Erwachsenen haben ihren zugewiesenen
Arbeitsplatz. Wer sich einfügt, hat nichts zu befürchten. Nur nachts droht Gefahr von den Unterirdischen, die Gefangene in ihr Land verschleppen. Für Clemens und seinen älteren Bruder Fredo ist dieses Leben selbstverständlich. Die Idylle bekommt Brüche, als ein geheimes Paket auftaucht, plötzlich Neid und Zwietracht sich ausbreiten und Clemens immer mehr Geheimnisse der Herrschenden entdeckt. – Verpackt in eine spannende Geschichte zeigt der Roman, wie ein totalitäres Regime durch Schein-Geborgenheit Menschen an sich bindet und selbständiges Denken unterdrückt und sanktioniert. Auch wenn die Handlung teilweise etwas langatmig wird, ist sie doch ein wichtiger Aufruf, sich nicht von einem scheinbar bequemen Leben und den Verlockungen eines autoritären Staates verführen zu lassen.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Pankoland
Eva Roth
Atlantis (2024)
254 Seiten
fest geb.