Philby

"Kim" Philby, einer der berühmtesten Agenten, Doppelagenten, Spione im Kalten Krieg, arbeitet bereits seit 1933 wechselweise für den britischen und sowjetischen Geheimdienst, bis er 1963 in die Sowjetunion flieht. Robert Littell erzählt in seinem Philby Roman in einer Mischung aus Dichtung und Wahrheit die frühe Geschichte dieser schillernden Figur. Beginnend mit seiner Sympathie für den Kommunismus während des Studiums engagiert sich Philby zuerst bei seinem Einsatz in Wien, wo er die österreichischen Kommunisten gegen die Austrofaschisten unterstützt. Danach berichtet er als Korrespondent vom Schauplatz des Spanischen Bürgerkriegs. In diesen kritischen Zeiten versuchen sowohl die Briten wie auch die Sowjets, sich die Dienste des jungen begabten Mannes zu sichern. Aus der Sicht einer Reihe Beteiligter und Betroffener entstehen das Bild einer Charakterfigur und der Blick auf die Machenschaften der Geheimdienste Mitte des 20. Jh. Für welche Seite Philby nun tatsächlich aktiv war, bleibt auch lange Jahre nach seinem Tod unbekannt. - Littells spannender Roman (wenn auch kein Thriller im klassischen Sinn) lässt hier Raum für alle Deutungen - auch ob es sich hier vielleicht um eine lange geplante Aktion der Briten gehandelt hat und Philby ein Dreifachagent war. Für alle Büchereien empfohlen. (Übers.: Werner Löcher-Lawrence)

Wilfried Funke

Wilfried Funke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Philby

Philby

Robert Littell
Arche (2012)

286 S.
fest geb.

MedienNr.: 367962
ISBN 978-3-7160-2680-9
9783716026809
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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