Ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchens

Die junge Kelle gerät früh in verkehrte Kreise: Drogen, Alkohol, schnell wechselnde sexuelle Begegnungen lassen sie den Halt verlieren. Mit 19 Jahren wird sie schwanger und entscheidet sich für die Freigabe des Kindes zur Adoption. Allerdings hält Ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchens sie ihren kleinen Sohn nach der Geburt im Arm, wodurch eine Bindung entsteht, die sie ihr Leben lang nicht mehr loslässt. Nach der Entbindung jedoch gerät sie tiefer in den Strudel der Alkoholabhängigkeit, aus dem sie hin und wieder auftaucht, um mit wechselndem Erfolg Entzüge zu versuchen. Erst viel später erfährt sie, dass ihr kleiner Sohn an Leukämie erkrankt und im Alter von 14 Monaten gestorben ist. Dieses Ereignis prägt ihr weiteres Leben. - Kelle Groom hat schon einige Gedichtbände veröffentlicht. Dies ist ihr erstes Prosawerk, und man merkt ihrem spielerischen Umgang mit Worten und Sprache die Liebe zur Lyrik an. Durch das zeitliche Hin- und Herspringen in ihrer Lebensgeschichte braucht der Leser einiges an Konzentrations- und Durchhaltevermögen bei dieser interessanten Studie eines schwierigen Lebens. Für literarisch interessierte Leser. (Übers.: Susanne Höbel)

Ulrike Braeckevelt

Ulrike Braeckevelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchens

Ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchens

Kelle Groom
Arche (2013)

319 S.
fest geb.

MedienNr.: 575717
ISBN 978-3-7160-2682-3
9783716026823
ca. 22,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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