Thomas Müller
Dieses Buch ist keine Biografie im klassischen Sinne. Nicht nur, dass es kaum einen chronologischen Ablauf gibt, der Autor versucht in einer Vielzahl von Geschichten seinem porträtierten Fußballer nahezukommen und findet dabei eine gelungene Mischung
aus mit spitzer Feder geschriebener Satire und absolut sachlichen Informationen. Schon die erste Geschichte mit Umfragen zeigt immer wieder als Ergebnis, dass Müller der beliebteste Spieler in Deutschland ist, egal ob es sich um befragte Kinder, Jugendliche, reifere Frauen etc. handelt. In der zweiten Geschichte versucht der Autor, dem Phänomen in seinem Heimatort Pähl nachzuspüren. Sollten sich Leser fragen, wie es denn mit dem Leben des Fußballstars losgegangen ist, dann müssen sie zumindest bis Seite 53 warten. Fast schon ins Schwärmen gerät der Autor bei seinem Thema "Mrs. Müller: Die etwas andere Spielerfrau". Dies ist nur ein ganz kurzer Abriss der Geschichten, die Jörg Heinrich zusammengetragen hat. Klar, dass auch eine Reihe von Fotos die besondere Person Thomas Müller zusätzlich "ins Bild setzen". Für alle Fußballfans und Thomas Müller-Fans ist das Buch fast ein "Muss". So launig und unterhaltsam geschrieben, dass man kaum mehr aufhören kann, wenn man mit dem Lesen angefangen hat.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Thomas Müller
Jörg Heinrich
Verl. Die Werkstatt (2017)
221, [16] S. : Ill. (überw. farb.)
kt.