Novak Djokovic
Nach den vielen negativen Kommentaren und Berichten zu dem weltbesten Tennisspieler, der mehr als 360 Wochen die Nummer 1 der Welt war und noch immer ist, bringt dieses Buch einen Insider-Blick auf den Menschen Novak Djokovic. Dabei geht es nicht primär
um seine Erfolge, statt dessen lernen die Leser den interessanten Serben sehr nahe kennen. Man erfährt, wie er als kleiner Junge im Jugoslawien-Krieg oft vor den Bomben in den Keller flüchten musste und es in dieser schlimmen Zeit doch geschafft hat, eine Trainerin zu finden, die ihn zum Tennisspieler formte. Nach und nach, und das dauerte gar nicht so lang, näherte er sich den Spitzenplätzen in der Weltrangliste an und fing an, Geld mit seinem Sport zu verdienen. Was er aber nicht schaffte, und da muss man sein Heimatland ausnehmen, wo er als Volksheld verehrt wird, dass er allseits beliebt wurde. Die ganze Weltpresse hat ihn verurteilt, als er sich weigerte, sich gegen Corona impfen zu lassen und dafür Turniere, wie die "Australian Open" nicht spielen durfte. Das brachte es mit sich, dass er für wenige Wochen sogar den Platz 1 verlor. Ganz interessant ist, dass er es an die Spitze geschafft hat, obwohl er aus einem Elternhaus mit geringen finanziellen Möglichkeiten kam. Das Buch schafft es, den Lesern nahezubringen, warum er im Sport kaum Freunde hat. Trotzdem vermittelt es auch die Bewunderung für die herausragenden Leistungen, die er auf dem Tennisplatz bringt. Das unterhaltsam zu lesende Buch schildert also nicht nur eine Abfolge von Tennis-Ergebnissen, sondern es stellt den Menschen Novak Djokovic in die Mitte.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Novak Djokovic
Daniel Müksch
Verlag Die Werkstatt (2022)
239, [8] Seiten : Illustrationen (farbig)
kt.