Die Rosenfrauen
Als Elena 8 Jahre alt ist, gibt ihre Mutter sie in die Obhut ihrer Großmutter Lucia in Florenz, weil Elenas Stiefvater das Mädchen hasst. Bei Lucia lernt Elena die traditionelle Herstellung von Parfum. Doch Elena sträubt sich dagegen, weil die
Düfte sie an die Abwesenheit ihrer Mutter erinnern. Erst Jahre später, als Elena ihren Verlobten mit einer anderen in flagranti erwischt, fliegt sie zu ihrer Freundin nach Paris, wo sie in einer angesagten Pariser Parfümerie arbeitet. Dort findet sie nicht nur die Liebe ihres Lebens, sondern begibt sich auf die Suche nach dem "perfekten Parfum" ihrer Urahnin, auf das diese in ihrem Tagebuch Hinweise gibt. Caboni stellt ihren 25 Kapiteln jeweils die Beschreibung einer bestimmten Essenz und der ihr nachgesagten Wirkung auf das menschliche Gemüt voran, womit sie das nachfolgend Erzählte einleitet, aber auch, neben den inneren Monologen, auf das Wesen, Fühlen und Handeln der Protagonistin hinweist. Ein spannender Schmöker über eine junge Frau, die durch die Herstellung ihrer selbst kreierten Parfums zu sich selbst findet. (Übers.: Ingrid Ickler)
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Rosenfrauen
Cristina Caboni
Blanvalet (2015)
Blanvalet ; 0033
477 S.
kt.