Die Tote im Wanderzirkus

New York, 1946. Kaum ist ein Fall abgeschlossen, erreicht das Ermittlerinnenduo Pentecost & Partner schon die nächste Anfrage: Die tätowierte Schönheit Ruby Donner ist ermordet worden. Der Fall führt sie in die Welt des Wanderzirkus', der für Die Tote im Wanderzirkus einige Jahre auch für Will Parker Heimat bedeutete, was dem Fall eine sehr persönliche Note gibt. Gemeinsam müssen sie sich gegen träge Provinzpolizisten behaupten, sich durch – auch eigene –Familiengeheimnisse und durch ein neues Drogennetz der Mafia kämpfen. Die sehr flüssig geschriebene Geschichte um einen ungewöhnlichen Mordfall führt ins Jahr 1946 in die US-amerikanische Provinz. Jede der beiden Ermittlerinnen bringt ihre eigene Geschichte und ihre Geheimnisse mit, die im Laufe der Ermittlungen, zumindest teilweise, aufgedeckt werden. Dass der Zweite Weltkriegs noch nicht lange vorbei ist, ist zu spüren und die Nöte und Sorgen der ehemaligen Soldaten werden nicht verschwiegen. Auch Vorbehalte gegen Frauen, der existierende Alltagsrassismus, sowie Vorurteile gegen Zirkusmitarbeiter/-innen werden angesprochen. Eine gelungene Geschichte für alle Krimifans, auch wenn der erste Band der Reihe (nicht besprochen) noch nicht gelesen wurde.

Angela Hagen

Angela Hagen

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Tote im Wanderzirkus

Die Tote im Wanderzirkus

Stephen Spotswood ; Deutsch von Charlotte Lungstrass-Kapfer
blanvalet (2023)

Pentecost & Parker ermitteln ; [2]
510 Seiten
kt.

MedienNr.: 611117
ISBN 978-3-7341-1063-4
9783734110634
ca. 11,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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